Er ist einer der schillerndsten Personen in der heutigen Modebranche. Die Rede ist natürlich von Karl Lagerfeld. Die charismatische Persönlichkeit, die man sofort mit Fächer, tiefem Pferdeschwanz und dunkler Brille in Verbindung bringt. Doch wie nahm eigentlich die Erfolgsgeschichte von „Kaiser Karl“ wie er auch gerne mal genannt wird, ihren Lauf?
Der scheinbar alterslose Modeschöpfer kam im Juni 1933 in Hamburg zur Welt. Als Sohn eines Kondensmilch-Fabrikanten wuchs Lagerfeld in wohlhabenden Verhältnissen auf. Er selbst beschreibt die Beziehung zu seinen Eltern als „lose“. Jedoch war die Beziehung zu seiner Mutter, im Gegensatz zur Vaterbeziehung, von bewunderndem Respekt geprägt. Im Jahr 1953 verließ Karl Lagerfeld zusammen mit seiner Mutter Deutschland und wohnte fortan in Paris. Hier besuchte Lagerfeld zuerst eine Privatschule, bevor er dann auf das berühmte Lycée Montaign wechselte. Im Anschluss unternahm er als Illustrator erste vorsichtige Schritte in der Modewelt.
Ein Mantel als Startschuss einer großen Karriere
Im Jahr 1955 gewann Karl Lagerfeld mit einem Wollmantel den Wettbewerb des Internationalen Wollverbandes auch kurz IWS genannt. Durch diesen Erfolg wurde der französische Modeschöpfer Pierre Balmain auf den jungen Deutschen aufmerksam und nahm ihn unter seine Fittiche. Der preisgekrönte Wollmantel ging einige Zeit später auch bei Pierre Balmain in Produktion. In den kommenden Jahren arbeitet Karl Lagerfeld mit vielen bekannten Größen der Modebranche zusammen. So war er beispielsweise für Chanel, Chloè und auch Mario Valentino tätig.
Allerdings arbeitet Karl Lagerfeld ab dem Jahr 1984 verstärkt an seinem eigenen Label. Auch heute noch bringt er unter seinem Namen immer wieder neue Kollektionen heraus. Die neue hochpreisige Hauptkollektion in Zusammenarbeit mit lttierre ist für Herbst/Winter 2012 geplant. Sie wird allerdings ausschließlich in Ladengeschäften und nicht online, vertrieben.